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Wer kann im Blog berichten?

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Geneal-Forum

Den Raum des Gewohnten verlassen, um zum Beispiel der Hauptversammlung des Vereins für Computergenealogie (CompGen) beizuwohnen.

Wer nach seinen Ahnen forscht, wandelt meist auf einsamem Pfad. Immer schon habe ich das Schaffen in der Forschungsstube bewusst unterbrochen, um mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Seit der ersten Teilnahme an einer überregionalen genealogischen Veranstaltung sind zwei Jahre vergangen; ich wusste gleich, dass es nicht die letzte sein würde. Im April fuhr ich daher nach Sindelfingen in Baden-Württemberg und verbrachte drei spannende Tage.

Weder Fremdsprachenkenntnis noch eine Reise um die halbe Welt sind nötig, es reicht ein Sprung über den Rhein, nach Deutschland. Zwei Anlässe finden hier jährlich statt, die auch für die Genealogen in der Schweiz von erheblichem Interesse sind. Der Deutsche Genealogentag, kurz DGT, wird jährlich im Frühherbst von einem Mitglied des DAGV (Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände) organisiert. 2016 war diese Ausstellung mit Vorträgen in Bregenz, wo auch die GHGO mit einem Stand vertreten war. Wer uns dort besucht hat, weiss wie inspirierend die einzigartige Atmosphäre auf den eigenen Geist wirken kann. Die zweite nicht minder attraktive Veranstaltung ist die Hauptversammlung (HV) des CompGen.

Dieses Jahr fand die HV vom 6. bis 8. April 2018 im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen (bei Stuttgart) statt. Eine Hauptversammlung des CompGen lässt nicht Eins-zu-eins mit derjenigen der GHGO vergleichen. Mit über 3 000 Mitgliedern entstehen andere Potenziale und Ressourcen, welche wiederum eine Vielzahl von Projekten ermöglichen. Nicht alle Projekte, die der Vorstand initiiert, stossen auf Begeisterung. Im Anschluss an die üblichen Traktanden wie Neu- und Wiederwahlen von Vorstandsmitgliedern oder Decharge-Erteilung für Kassier und Vorstand wird deshalb oft lebendig bisweilen hitzig diskutiert. Das können innovative Vorhaben wie die Kollaboration des Vereins mit Living-DNA, einem Projekt zu DNA-Genealogie, sein oder auch nur die Diskussion über Vor- und Nachteile der Umbenennung des Vereins.

Der Freitag-Nachmittag und der ganze Samstag stehen im Zeichen der Weiterbildung. Methoden und Techniken der Genealogie befinden sich in einem grundlegenden Wandel: Die Digitalisierung und die Idee des Open Access revolutionieren gerade die traditionelle Familiengeschichtsforschung. Das hat auch das Referat von Dr. Thomas Aigner deutlich gemacht, der uns das Zeitreiseprojekt der «Venice Time Machine» vorstellte (Weiteres zum Rahmenprogramm sowie dem «Venice Time Machine»-Projekt, siehe Kasten).

Helga+AndreaDas Tüpfelchen auf dem «i» jeder genealogischen Tagung jedoch ist das Beisammensein mit den Menschen, mit denen man rund 2,5 Tage verbringt: Alle sind vom genealogischen Virus befallen wie man selbst. Solche Begegnungen sind höchst inspirierend für das weitere genealogische Schaffen. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten, danach im Hotel oder auf dem Spaziergang zum Tagungsort, immer wieder gibt es Gelegenheit, sich mit Personen auszutauschen, deren Namen einem aus der einen oder anderen abonnierten Mailingliste oder aus der Zeitschrift «Computergenealogie» längst vertraut sind. So durfte ich in Sindelfingen den äusserst sympathischen 78-jährigen Peter Teuthorn kennenlernen, der seit 2003 regelmässig genealogische Schriften publiziert. Sein E-book «Genealogisches Publizieren» offeriert verschiedene Möglichkeiten wie man sich von der Sorge des "genealogischen Nachlasses" rechtzeitig befreien kann. Das Büchlein kam 2017 in zweiter Auflage heraus. Auch die Begegnung mit Andrea Dettling vom «Verein für Familienkunde in Baden-Württemberg» (VFKBW) war äusserst bereichernd. Sie setzt sich voller Ideen und Tatkraft für eine Vielzahl von genealogischen Projekten in- und ausserhalb ihres Vereins ein. Eines davon ist die «Dettling-Familiengemeinschaft». Vielleicht schaut ja ein Schweizer Dettling mal vorbei?

Wie Andrea Dettling und Peter Teuthorn sind viele der Tagungsteilnehmer Mitglied in einem regionalen Verein. Im Gespräch erkennt man, dass diese Vereine ähnliche Sorgen haben wie die GHGO. Namentlich machen sich alle Gedanken darüber, wie man neue Mitglieder finden könnte. Die Lösungsstrategien sind divers. Das regt den Geist an. Miteinander statt Nebeneinander – Wir können soviel voneinander lernen!

 

Über die einzelnen Inhalte des Rahmenprogramms gibt es einen Blogbeitrag vom 9. April 2018 von CompGen: Zum Blog-Beitrag

Die Beamten von Venedig registrierten während 1000 Jahren minutiös alle denkbaren Informationen über die Stadt und ihre Einwohner. 164 Partner in 32 Ländern helfen mit, diese immense Quellensammlung zu digitalisieren und mithilfe künstlicher Intelligenz die Informationen miteinander in Beziehung zu setzen. Der kurze Film «Venice Time Machine» gibt einen besseren Eindruck von diesem fesselnden Gigaprojekt, als es viele Worte es beschreiben können.

Ein ausführlicher Artikel (englisch): Link

Das passiert, wenn du deine genealogische Forscherstube verlässt und z.B. an einer genealogischen Tagung teilnimmst:
  • Du triffst andere Forscher
  • Du findest Bestätigung in deiner Forschungstätigkeit
  • Dein Selbstbewusstsein als Forscher wird gestärkt
  • Du begegnest Forschungstrends und -methoden
  • Du wirst inspiriert und motiviert
  • Du stellst fest, es gibt nur zu gewinnen
  • Deine Forschungstätigkeit wird sich dauerhaft verändern

 

Gruppe HelgaDie nächste genealogische Tagung ist der Deutsche Genealogentag. Er wird zwischen dem 5. und 7. Oktober 2018 in Melle bei Osnabrück vom Arbeitskreis für Familienforschung Osnabrück ausgerichtet (70. DGT 2018). Die Aussteller vertreten alle möglichen genealogischen sowie heraldischen Sparten und sind Anlaufstelle für spezifische Fragen. Mancher regionale Verein reist von weit her, selbst aus dem Ausland kommen welche. Auch Melle erwartet uns mit einem spannenden Weiterbildungsprogramm. Sehen wir uns dort?

 

  

Dies war angekündigt:

In der Woche vom 9.-14. April 2018 werden sich Ahnenforscher aus Vorarlberg, Liechtenstein und der Schweiz im Interspar in Feldkirch Altenstadt in einer Ausstellung präsentieren!

Diese Ausstellung wird von Vertretern der entsprechenden Organisationen betreut sein, so dass Besucher/Interessierte auch Antworten auf ihre Fragen erhalten können. Der Interspar an diesem Standort ist auch für die GHGO sehr attraktiv, da es einen hohen Anteil an Schweizern hat, die dort einkaufen gehen. Für die Ausstellung erhalten wir also eine attraktive Plattform. Die Freunde von der IGAL organisieren die Ausstellungs-Infrastruktur und die beteiligten Vereine müssen sich nun organisieren, wer wann in Feldkirch vor Ort ist und Standarbeit macht!

Interessant wäre es, wenn sich möglichst viele versierte Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher mit einem entsprechenden Einsatz beteiligen, so dass nicht immer die gleichen Mitglieder die ganze Freizeit zur Verfügung stellen müssen!


Dieses fand statt:

Im Rückblick gibt es nur Positives zu berichten. Sämtliche Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung waren gehaltvoll, interessant und ein Beweis, dass sich die aktive Teilnahme an diesem Anlass gelohnt hat. Sicherlich hätten wir noch etwas mehr Kapazität gehabt - aber mit dem, was stattgefunden hat, dürfen wir zufrieden sein!

Besonders positiv war die tolle Beteiligung von GHGO-Mitgliedern als Standpersonal. Adam Bischof, Philipp Brühwiler, Marcella Buschor, Yvonne Hausheer, Kurt Rechsteiner und Ernst Steingruber haben Wolf Seelentag sowie Heinz Riedener während dieser Woche aktiv unterstützt und einen wesentlichen Beitrag vor Ort geleistet. Sie konnten sich so auch persönlich von der sehr angenehmen Zusammenarbeit mit den Vorarlberger und Liechtensteiner Ahnenforschern überzeugen.

Nach dem doch recht intensiven Aufbau der Ausstellung am Montagmorgen, war dann gegen 12:00 Uhr alles an seinem Ort und der Beratungsbetrieb aufgenommen. Erste Besucher wurden sogar schon während der Aufbauphase betreut! Dann gab es ruhigere und intensivere Phasen während der ganzen Woche. Ein Highlight war sicherlich der Mittwochabend, als um 18:00 Uhr ein Dokumentarfilm über die Notlandung eines amerikanischen B-24 Bombers 1944 in Höchst (Vorarlberg) gezeigt wurde. Dies lockte dann auch über 70 Personen an - grösstenteils Mitglieder der IGAL.

Bald war dieser Einsatz im Interspar-Hypermarkt in Feldkirch-Altenstadt schon wieder zu Ende. Am Samstagnachmittag um 16:00 Uhr hiess es dann auch, die Ausstellung geordnet auszuräumen. Innerhalb einer Stunde war nicht mehr zu erkennen, dass wir dort während einer Woche mit einer Ausstellung zu Gast waren.

Während dieser Woche konnten viele Interessierte über die Unterschiede der Ahnenforschung in Österreich und der Schweiz informiert werden und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der Interessengemeinschaft Ahnenforscher Ländle (IGAL), dem Landesverein für Familienforschung in Vorarlberg sowie der GHGO konnte intensiviert werden. Eine gute Ausgangslage für zukünftige gemeinsame Aktivitäten!

ausstellung feldkirch    StA Thurgau    Feldkirch Interspar

 

Bomberlandung in Hoechst

warum

Heinz Riedener wollte die Chance des Zusammentreffens in Gossau nutzen und lud zu einem zweiten Veranstaltungsteil nach dem Mittagessen ein, zu einer Unterhaltung mit vier GHGO-Mitgliedern, die schon mindestens ein Buch mit Familienforschungs-Resultaten publiziert haben. Dazu waren Marcella Buschor, Adam Bischof, Kurt Rechsteiner und Kurt Zuckschwerdt bereit.

Zuerst wurden zum Einstieg ins Thema einige Fakten präsentiert, wobei teilweise auch auf die verwendeten Werkzeuge eingegangen wurde. Im Interview standen die Autoren dann zu den folgenden Fragen Red und Antwort:

  • Wie kamst du zum Entscheid ein Buch herzustellen?
  • Welches sind deine besonderen Erlebnisse während der Buch-Herstellung gewesen?
  • Würdest du bei einem weiteren Buch wieder identisch vorgehen?

Dabei kamen nicht nur trockene Informationen zutage - ganz im Gegenteil, es wurden sehr farbig und unterhaltend die unterschiedlichen Ausgangslagen, Erlebnisse, Produktionsarten und die auslösenden Faktoren zur Erstellung nicht nur des ersten Buches verraten.

Daraufhin bestand die Möglichkeit den Autoren Fragen zu stellen. Abschliessend rief der Organisator dieses "Desserts" die Anwesenden auf, ihr eigenes Buch zu erstellen!

Präsentation

Im Rahmen der dezenjasmin rupftral durchgeführten Anlässe trafen sich die interessierten GHGO-Mitglieder am Samstagmorgen um 11:00 Uhr im Toggi (Restaurant Toggenburg) in Gossau SG. Motiviert dazu hat nicht das wunderschöne Wochenendwetter, sondern das Thema der Masterarbeit von Jasmin Rupf "Leben im Sarganserland in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts" mit dem Untertitel "Die soziale und wirtschaftliche Entwicklung im neuen Kanton".

Es war irgendwie treffend, dass dieser Anlass im Norden des Kantons durchgeführt wurde; so kam doch immer wieder sehr transparent zum Vorschein, dass es ein klar erkennbares Gefälle zwischen Nord und Süd, der Region St. Gallen und der Region Sarganserland gab. Nicht minder dominant war die Erkenntnis, dass die Landwirtschaft nicht nur zentraler Wirtschaftsfaktor war, sondern auch der bedeutendste Einflussnehmer in sehr vielen anderen Bereichen. Weiter waren in der beobachteten Zeitspanne die Unterschiede bei der Entwicklung im Bildungs- und Transportwesen bedeutend - prägend für nächste Jahrhunderte.

Die Referentin startete mit der Ausführung, dass bei ihrem Projektstart Bedenken angemeldet wurden, weil es sich beim beobachteten Zeitraum um eine ruhige und deshalb auch weniger erforschte und bescheiden dokumentierte Zeit handelt. Vielleicht war aber gerade das eine nicht unglückliche Ausgangslage - alles, was in irgendeiner Form festgehalten war, stand unter dem Verdacht, dass es bedeutungsvoll war.

In einer frischen, offenen Art begeisterte Jasmin Rupf die Zuhörerschaft nicht nur mit der abschliessenden Übersicht über die Quellengrundlage und ihre Archivarbeit. Der ganze Vortrag wurde mit grossem Interesse verfolgt und genossen.

 

Sarganserland 1    Sarganserland 2    Sarganserland 3   

Sarganserland 4   Sarganserland 5

 

Am 01.10.2016 hat unser Vizepräsident, Wolf Seelentag, am Deutschen Genealogentag in Bregenz ein Referat zur Familiengeschichtsforschung in der Schweiz gehalten, das immer wieder nachgefragt wurde.

Dieses stellen wir nun Interessierten zur Verfügung – machen aber darauf aufmerksam, dass es zu grössten Teilen noch auf dem damaligen Stand ist und nur punktuell Anpassungen vorgenommen wurden. Beachten Sie bitte entsprechende Hinweise im Dokument.

Präsentation herunterladen

Herbert Wehinger (Altach) hat auf über 500 Seiten eine 20 Generationen umfassende Geschlechterfolge seiner Familie dargestellt. Wie er zu diesem Werk kam, wäre sicherlich auch ein höchst interessantes Thema für einen GHGO-Anlass gewesen. Der Referent war aber eingeladen, allgemein zur Ahnenforschung in Vorarlberg zu berichten.

Herbert Wehinger

Unter dem Titel
Grundlagen der Familienforschung in Vorarlberg, dargestellt am Beispiel der Familiengeschichte der Wehinger
faszinierte er dann auch die gut dreissig anwesenden IGAL oder GHGO-Mitglieder. Dabei schlug er immer wieder den Bogen zwischen dem prinzipiellen Vorgehen und Beispielen aus seiner Forschung, wodurch seine Ausführungen sehr anschaulich wurden.

Interessant war, dass gewisse Dinge auf beiden Seiten des Rheins einfach verschiedene Namen haben - bisher kannten wir das zum Beispiel von den Tomaten oder eben den Paradeiser. Bei den Forschungsinstrumenten sind die Kirchenbücher im Vorarlberg die Matriken. Sehr prominent kamen dann auch die anderen Quellen wie Urkunden, Verfachbücher (Vorläufer des Grundbuches), Steuerbücher und Musterungslisten in den Fokus.

IGAL+GHGO

Nach einer Mittagessenspause war Zeit für eine ausführliche Diskussion - rund um die Unterschiede, die Details der Recherche, die Fragestellung, was publiziert werden darf, und es gab auch individuelle Demonstrationen zu den Möglichkeiten von Online-Abfragen, die in Vorarlberg wesentlich umfangreicher sind als in den meisten Schweizer Kantonen. Alles in allem ein höchst interessanter Anlass, bei dem wohl gegenseitig profitiert werden konnte und der die beiden gemeinsam teilnehmenden Organisationen sich noch näher brachte.

Präsentation "Famiienforschung in der Schweiz" von Wolf Seelentag am 01.10.2016 anlässlich des Deutschen Genealogentag in Bregenz

Das 150 Jahr-Jubiläum der Gleichberechtigung der Schweizer Juden ist nicht nur ein Grund zu feiern, sondern auch für eine Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum in St. Gallen.

 

Verschiedene Publikationen und Aktivitäten sind auf dieses Jubiläum ausgerichtet und bringen das Thema dem interessierten Publikum näher:

  • Ausstellung "150 Jahre Gleichberechtigung der Schweizer Juden"
    16. Februar bis 9. Septpember 2018
    Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen
    Webseite HVM          Agenda SIG
  • Buchvernissage "Ich glaubte ins Paradies zu kommen"
    21. März 2018 18:00 Uhr
    Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen
    Flyer SIG

Ob nun das Studium auf den Webseiten oder ein Besuch im Museum, vielleicht sogar zur Buchvernissage - es ist ein Teil unserer Geschichte, derer wir uns bewusst sein sollten.

Angekündigt wurde "Jolanda Spirig (Marbach SG) referiert unter dem Titel Die Stickerei Dynastie über das Leben der Fabrikanten Rohner ebenso wie über das der Arbeiterinnen". Damit wurden cirka 30 Personen in das ri.nova Impulszentrum in Rebstein gelockt.

Jolanda Spirig

Im Rückblick muss diese Ankündigung klar und eindeutig umgeschrieben werden:
Mit einem höchst attraktiven Mix an Erzählung, Lesung, Bild- und Filmdokumenten sowie dem dazu passenden Blick durch die Fenster auf relevante Gebäulichkeiten faszinierte Jolanda Spirig Mitglieder der GHGO und Gäste mit einem Ausschnitt aus der Geschichte der Textildynastie Jacob Rohner. Dabei konnte die Referentin eine interessierte und aktiv die Ausführungen verfolgende Zuhörerschaft geniessen. Die Zuhörerschaft ihrerseits erlebte nicht nur Herzblut und Begeisterung von Jolanda Spirig am Thema, sondern auch wie die Zeit nur so verflog! Es wunderte da auch nicht, dass ein grosses Interesse am Werk "STICKEN UND BETEN" entstand, um daraus noch weitere Details der Geschichtsschreibung entnehmen zu können.

Interessiertes Publikum

Anschliessend erfolgte eine Verschiebung vom Seminarraum Nord im 4.OG ins Erdgeschoss und dort ins Restaurant Zita's Novum, wo kulinarisch verwöhnt wurde und Gelegenheit für den individuellen Austausch zwischen den Teilnehmern bestand.

Als Zusatz-Programmpunkt war die Forschung in Rebsteiner Daten angeboten. Dazu standen die umfangreichen von Werner Graf gesammelten Daten im Programm Ahnenforscher zur Verfügung, was aber nur in sehr bescheidenem Umfang genutzt wurde. Aber - gut haben wir es angeboten!

Links:
Jolanda Spirig     
ri.nova Impulszentrum      
Zita's Novum     

Benno Hägeli vom Staatsarchiv St. Gallen war nicht zum ersten Mal Referent bei der GHGO - heute brachte er aber ein besonderes Schatzkästchen für die Regionalgeschichte und Familienforschung der interessierten Zuhörerschaft: Das Schlossarchiv Weinstein.

Am Beispiel zeigte der Referent gleich zu Beginn die Möglichkeiten der Recherche auf der Webseite des Staatsarchiv St. Gallen:

  • Einstieg auf der Homepage https://www.staatsarchiv.sg.ch/ bei Archivkatalog Online
  • Bei der Archivplansuche ist dann unter "Privatarchive" die Position
    W246 Schlossarchiv Weinstein (1430-1911)
    mit den verschiedenen Unterpositionen zu finden:

Privatarchiv

Ganz attraktiv ist die Detailbetrachtung der Abbildungen integriert. Mit den Links unter "Externe Ressourcen" können die Bilder vergrössert und partiell betrachtet werden!

Referat Haefeli

Die Teilnehmer an diesem GHGO-Anlass erfuhren einige für die Schlossgeschichte besonders interessante Episoden und, dass der Fundus auch bei der Flurnamen-Sammlung wie auch der Namensforschung sehr wertvollen Input beigesteuert hat.

Eine besondere Überraschung war die Präsenz des neuen Inhabers des Schlosses am Vortragsanlass.

Schloss Weinstein

Neben dem Weinstein-Urbar des Staatsarchives St. Gallen existiert noch ein zweites Urbar in Privatbesitz, das unser Mitglied Werner Graf, Rebstein, transkribiert hat. Zusammen mit Photos einiger ausgewählter Seiten kann es ebenfalls online abgerufen werden: Dokumentation

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Anschliessend an den Vortrag gab es individuellen Austausch zum Thema zwischen dem Referent und den Gästen. Ferner wurden das Treffen genutzt um Interessierten unter den GHGO-Mitgliedern die Möglichkeiten der Digitalisierung von Negativen, Dias und Bildern zu demonstrieren und näher zu bringen. Die aktiven Diskussionen an diesem Thema zeigten, dass auch dies einem Bedürfnis entsprochen hat.

Unter diesem Titel hat die Ortsbürgergemeinde St. Gallen eine Publikation herausgegeben, die wohl in Bezug auf die Reformation die Frage "was geschah vor 500 Jahren?" beantwortet. Darum ging es auch an diesem ersten Anlass im Jahresprogramm 2017/2018 der GHGO, nämlich zu verstehen, was da damals geschehen ist!

Einfuehrung Stefan Sonderegger

Stefan Sonderegger, Stadtarchivar, führte im Vortragsraum ins Thema ein und machte den anwesenden GHGO-Mitgliedern sowie etlichen Gästen nicht nur klar, dass St. Gallen zu jener Zeit die wirtschaftlich bedeutendste Stadt in der Schweiz war. Ebenso wurden wir auf die wesentlichen Unterschiede zu den anderen während der Reformation besonders relevanten Orte aufmerksam gemacht.

Er führte dann kurz durch die verschiedenen Ausstellungsgegenstände bevor es danach in den Ausstellungsraum im Untergeschoss ging, wo diese original betrachtet werden konnten. Dort ergänzte Rezia Krauer (Vadianische Sammlung der Ortbürgergemeinde St. Gallen) mit weiteren Erläuterungen zu den Ausstellungsobjekten.

Fuehrung Rezia Krauer

Wer nicht am Anlass teilgenommen hat, kann die Dokumentation auch online begutachten => Dokumentation "Reformation findet Stadt"

Es war so etwas wie ein Experiment der besonderen Art. Gut, dass die GHGO dieses gemacht hat!

Für einmal wurde zur Hauptversammlung auf 11:00 Uhr eingeladen - und dies erst noch am 11.11.! Mit 29 Personen war eine knapp grössere Beteiligung als im Vorjahr zu verzeichnen. Höchst speditiv führte Markus Frick durch die Versammlung!

voller saal

Interessiert wurde der Jahresbericht des Präsidenten verfolgt, einstimmig wurde der Revisorenbericht angenommen, dem Kassier Décharge erteilt und der ganze Vorstand entlastet. Auch ein ausgeglichenes Budget 2018 gab nicht zu Diskussionen Anlass - ebenso wenig der gleichbleibende Mitgliederbeitrag. Bei den Wahlen wäre die Neuwahl eines Aktuars angestanden. Mangels entsprechender Nominationen musste dieses Amt auf vakant gestellt werden. Interimistisch übernimmt Heinz Riedener die Tätigkeiten befristet für ein Jahr.

Kurt Münger, der bisherige Aktuar und neugewählte Präsident der SGFF (Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung) wurde unter Verdankung seiner zweijährigen Tätigkeit entsprechend seinem Wunsch aus dem Vorstand verabschiedet. Ferner reduzierte sich der Vorstand durch ein weiteres Mitglied - Ruedi Frauenknecht, der vor einiger Zeit seine Frau im Vorstand ablöste, wollte diese Mitwirkung ebenfalls beenden und wurde unter Verdankung seiner Beiträge verabschiedet.

Einen Höhepunkt stellte dann die Ernennung von Wolf Seelentag (Vizepräsident) zum Ehrenmitglied dar. Über seine enormen Leistungen, sein unermüdliches Engagement zugunsten der GHGO mussten keine grossen Worte verloren werden - sein breites Wirken ist allseits bekannt und wird stets dankbar entgegengenommen. Ein grosser Applaus bestätigte die Ernennung!

ehrungen

Nach Kurzinformationen und einem Einblick in für die Zukunft priorisierte Aktivitäten konnte die Hauptversammlung 2017 nach einer Stunde abgeschlossen werden. Ein grösserer Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahm anschliessend in der Nähe des Versammlungsortes das Mittagessen ein und tauschte sich über die verschiedensten Aktivitäten, Herausforderungen und Fragestellungen aus. Ein Höhepunkt des bisher erlebten Austausches zwischen den Mitgliedern, der echt begeistern und motivieren konnte!

Auf den 7. Oktober 2017 hat die GHGO wieder einmal zu einem Aus- und Weiterbildungsanlass eingeladen. Thema war "Internet und Datenschutz (in der Familienforschung)". Behandelt wurde das ganze Thema am Beispiel der eigenen Forschungsresultate und mit speziellem Fokus auf die Veröffentlichung der erforschten Personen auf Online-Datenbanken.

Nach einer Klärung der Erwartungshaltungen und einem Ausflug zum publizierten Konzept "Genealogischer Nachlass" wurde der aktuelle Inhalt der externen und internen Webseiten der GHGO kurz überflogen. Damit war bewiesen, dass auf unseren Seiten keine genealogischen Daten publiziert werden. Deshalb erläuterte Wolf Seelentag die Möglichkeiten des Geneal-Forum und des Geneal-Tree mit überzeugenden Beispielen. Heinz Riedener präsentierte daraufhin die vielseitigen Funktionalitäten des Verein für Computergenealogie e.V. - kurz CompGen.

Mit einem Denkanstoss "Teile dein Wissen" und der Erinnerung an die Pflicht, dass Forschungsresultate - auch bei der Hilfswissenschaft Genealogie - veröffentlicht werden sollten, ging es für das 24-köpfige Seminarteam zur verdienten Mittagspause und dort zu angeregten, vielschichtigen Diskussionen.

Seminar-Teilnehmer

Nachmittags gab es einen Einstieg über Fragen des Datenschutzes bei Personendaten - die für Forschende ja bei der Recherche in Archiven und auf Zivilstandsämtern relevant sind. Aber nicht nur dort - natürlich auch bei der Veröffentlichung von Forschungsresultaten. Dazu gab es dann auch die Beispiele von Geneal-Tree und GEDBAS und die recht klare Meinung, dass nicht-kommerzielle Anbieter von entsprechenden Datenbanken zu bevorzugen sind. Genauso deutlich kam zum Ausdruck, dass die Daten lokal bewirtschaftet werden sollten und nur der Datenumfang "hochgeladen" werden sollte, der auch angezeigt werden soll.

Wie versprochen gab es keine Nötigung, dass jetzt alle sofort genau dasselbe machen sollten. Im Gegenteil - es folgte der Aufruf, dass sich die Seminar-Teilnehmer nun ihre eigene Meinung bilden sollten.

Als Dankeschön an die Organisatoren gab es zum Schluss sehr hilfreiche Rückmeldungen, was an zukünftigen Anlässen erwünscht wäre. Nicht erst dann konnten sich die Seminarleiter davon überzeugen, dass Aus- und Weiterbildung ein nachgefragtes Tätigkeitsfeld der GHGO ist und sein muss!

An der Hauptversammlung der GHGO vom 28. November 2015 wurde der Entschluss gefasst, dass die Thematik "was geschieht mit unseren Akten" in Bezug auf die Resultate der Familiengeschichtsforschung intensiv bearbeitet werden soll. Als Ziel wurde deklariert, dass eine Anleitung für die Mitglieder erarbeitet werden soll.

Nachlass ins Archiv

Während fast zwei Jahren wurde dieses Thema bearbeitet. Die Staats- und Landesarchive im Einzugsbereich der GHGO wurde kontaktiert. Bei den anderen genealogischen Organisationen in der Schweiz wurden vorhandene Lösungen hinterfragt. International wurden die Lösungen und Anleitungen für Forscherinnen und Forscher eruiert und betreffend Nutzbarkeit für die Schweiz überprüft. Schlussendlich wurde an der Hauptversammlung der GHGO vom 26. November 2016 das Vorliegen des ungeprüften Konzeptes kommuniziert. Gleichzeitig wurde aufgerufen, dass ein potenzieller Nachlass nach diesem Vorgehen an ein Archiv eingeliefert werden solle. Leider haben sich daraus aber trotz der verschiedenen Aufrufen keine sogenannten Testfälle ergeben.

An der Vorstands-Sitzung der GHGO vom 7. August 2017 wurde nun entschieden, dass das mit den Staats- und Landesarchiven vernehmlasste Konzept nun veröffentlicht werden soll. Hiermit wird dieses nun den Mitgliedern wie auch den Nichtmitgliedern zur freien Nutzung übergeben und das Projekt wird gleichzeitig abgeschlossen.

Bereits verraten sei, dass der Fokus in diesem Themenbereich nun stärker auf die Veröffentlichung von erforschten Daten in zugänglichen Datenbanken gelegt wird. Eine nächste Thematisierung wird am nächsten Ausbildungsanlass erfolgen. Die Einladung dazu erfolgt demnächst mittels Rundschreiben. Der Termin vom 7. Oktober 2017 darf bereits heute vorgemerkt werden.

Herzlichen Dank an alle Projekt- und Vereinsmitglieder, die während der Projektarbeit wesentliche Beiträge eingebracht haben!

Konzept "Genealogischer Nachlass" aufrufen

Anmerkung des Webmasters:
Die Familiengeschichtsforschung beschäftigt sich grösstenteils mit Vorfahren, die wir nie persönlich erleben durften. Familiengeschichtsforscher können sich aber durchaus auch an Geschichten über lebende Personen erfreuen - insbesondere, wenn man diese kennt! Ich nehme dies gerne zum Anlass eine Geschichtsschreibung der besonderen Art über unseren Kassier und seine Frau, Kurt und Ruth Zuckschwerdt hier zu veröffentlichen. Freut euch mit mir über diesen speziellen (Blog)Beitrag!

 

Man schreibt den Sommer 1942. Die Reben blühten recht spät, denn nach einem frostigen Mai gab es Ende Juni noch einmal einen kräftigen Kälteeinbruch.

Viktoria Spital in Bern mit einem herrlichen Blick auf die Altstadt und die schneebedeckten Berner Alpen. Unter den Neugeborenen gibt es ein Mädchen, das am 27. Juni 1942 um 08.20 Uhr geboren wurde und ein Bübchen, welches das Licht der Welt am 1.Juli 1942 um 17.45 Uhr erblickte. Wurden die Bettchen der beiden nebeneinander gelegt, bevor sie der Mutter zum Stillen gebracht wurden, beruhigten sich die Kleinen auf der Stelle. So schien Warten Spass zu machen. Es war als herrsche totale Harmonie zwischen den beiden. Für die Mütter und für die Schwestern war dies ein amüsanter Zufall.
Nun, vielleicht war es viel mehr als nur ein Zufall.

Das Mädchen und ich sind nun seit 53 Jahren glücklich verheiratet. Wir arbeiteten während fast fünf Jahren im Ausland und haben zusammen die Welt gesehn. Ob wir vielleicht schon damals träumten, jeder für sich, von unseren Reisen, die wir dann später als verheiratetes Paar in der ganzen Welt unternahmen? Keiner kann es uns sagen.

 

Geschichte des Viktoria Spitals Bern

Am 9. Juni 2017, dem internationalen Archivtag, fanden im Staatsarchiv Zürich (StAZH) verschiedene Anlässe statt. Unter dem Titel "Archive oo verbinden" startete das Programm mit einem Workshop/Crashkurs. Gefolgt von einer "Idea pitching" Session ging es dann über zu den Hacks, begleitet von parallel durchgeführten öffentlichen Vorträgen. Im Fokus war immer die Online-Nutzung von Daten und Informationen. Ein Thema interessanter als das andere, von der Nutzung von Open Data bis zur automatisierten Handschriftenerkennung. Kurzzusammenfassung: Höchst interessant, wie die Entwicklung der Online-Nutzung voranschreitet - es tun sich laufend mehr Chancen auf!

Tags darauf führte das StAZH einen Tag der offenen Tür durch. Thematische Führungen wie zum Beispiel zum "Workflow StAZH" wurden ergänzt mit Posten zu "Familienforschung" sowie "Karten und Pläne". Besucher kamen auf ihre Rechnung und konnten in Bereiche Einblick erhalten, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Und das StAZH war auch an diesem Tag ein Besuch wert!

Wen wundert es da, wenn zufällig auch noch Nachschlagewerke in der Bibliothek gesehen wurden, die wohl eher in St. Gallen als in Zürich erwartet würden? Es hat übrigens auch solche, die zum Thurgau gehören!

 

170609 Gefunden im StAZH 001

Am Mittwochabend, 24. Mai 2017, besuchten Wolf Seelentag und Heinz Riedener den IGAL Forschertreff Bezirk Bludenz im Archiv Gemeindehaus Ludesch.

Nach einem Kennenlernen anlässlich des 68. Deutschen Genealogentages (30.09. - 02.10.2016) in Bregenz und verschiedenen punktuellen Kontakten zwischen unseren Organisationen wollten wir selber erleben, wie solche Forschertreffs ablaufen. Zusammen mit den Verantwortlichen vereinbarten wir unseren Besuch - und wir waren begeistert, was wir miterleben durften.

IGAL Forscherstammtisch Ludesch

Eine höchst interessierte Gruppe von IGAL-Mitgliedern und (Noch-)Nicht-Mitgliedern traf sich im Archiv in Ludesch. Anlässlich der Vorstellungsrunde erfuhren die Anwesenden bereits, wieso die Besucher zum Treff kamen. Ursula Simmerle, die Schriftführerin der IGAL, orientierte über die neue IGAL-Webseite und die Ablösung der bisherigen Personen-Stammblätter, in denen die Mitglieder ihre Interessen beschreiben konnten, durch eine neue, höher integrierte Lösung. Sie machte ebenfalls auf die verschiedenen interessanten Links und Werkzeuge aufmerksam. Danach starteten die verschiedenen gemeinsamen und bilateralen Diskussionen zu den existenten Anliegen. Ein lebendiger, interaktiver Abend, bei dem jede(r) auf seine Rechnung kam.

Und wieso interessieren sich zwei Vorstands-Mitglieder der GHGO für einen solchen Anlass? Die Frage ist sehr einfach zu beantworten! Wir wollen herausfinden, welche zusätzlichen Aktivitäten unser Angebot für die Mitglieder noch attraktiver machen könnten. Ein solcher Dialog bei GHGO-Treffen in kleinerem Kreis könnte auch Neulingen helfen, sich in der Forschergemeinde wohl zu fühlen. Um auch Nicht-Mitglieder auf solche Treffen aufmerksam zu machen, müssten allerdings noch Wege gefunden werden, Informationen zu solchen Treffen in der Öffentlichkeit zu verbreiten.

Vielen Dank an die Organisatoren des Treffs und, dass wir dabei sein durften!

Am 23. Mai 2017 trafen sich Adam Bischof, Yvonne Hausheer, Ernst Steingruber und Heinz Riedener in Frauenfeld zum Kaffee. Danach ging es gemeinsam ins Staatsarchiv Thurgau.

Adam machte uns mit den zuständigen Leuten bekannt und wir erhielten eine Einweisung, wie es in Frauenfeld funktioniert. Dann wurde gleich aktiv überprüft, ob wir das verstanden haben. Für das Spitalfriedhof-Projekt des Bürgerforschungsprojektes Basel-Stadt wurde eine Recherche gemacht und dabei gleich die Infrastruktur näher kennengelernt.

Besuch im StaTG

Beim anschliessenden gemeinsamen Mittagessen wurde die Zeit genutzt, um sich kreuz und quer über unser Hobby zu unterhalten. Ein gemütlicher Treff - von denen es wohl immer noch zu wenige gibt!

Die Eisheiligen hatten es dieses Jahr nicht eilig, sich aus der Ostschweiz zu verabschieden. Jedenfalls strich am traditionellen Frühlingsausflug der GHGO immer noch eine Bise durch die Gassen des Städtchens Bischofszell. Am Hauptbahnhof versammelten sich um 13h30 einige GHGO-Mitglieder zu einem kleinen Grüppchen, das allmählich anwuchs zu einer richtigen Touristengruppe. Im Entrée des Stadtmuseums wurde es schon fast eng um zwei Gruppen auseinander zu dividieren: In jene, für welche unser Säckelmeister den Eintritt bezahlen musste und in jene, die sich von einer Bank sponsern liessen.

Zuerst führte Frau A.M. Rückert durch das Museum und legte das Schwergewicht ihrer Erläuterungen auf die Geschichte, das Leben und die Funktion der - aus heutiger Sicht - recht sonderbaren Gesellschaft der Chorherren. Anschliessend zeigte Frau E. Stark uns das Städtchen, wobei sie besonders auf das oft tragische Leben von Frauen verschiedener Gesellschaftsschichten einging. Da war es manchmal nicht mehr die Bise, die einen kalt erschaudern liess. Ein wenig, leider viel zu kurz, konnten wir uns zum Schluss in einem Café wieder aufwärmen.

Modell Rosenstadt Bischofszell   Schicksal Buergerheimleiterin

Stadtkirche mit Kapelle 

Krumme Bruecke

 

Am 6. Mai 2017 fand im Restaurant "Zum Isaak" am Münsterplatz in Basel die diesjährige SGFF Hauptversammlung statt. Neben anderen Geschäften war das Präsidentenamt der Schweizerischen Gesellschaft für Familienforschung neu zu besetzen. Kurt Münger, Aktuar der GHGO, war nominiert und wurde einstimmig gewählt! Herzliche Gratulation an Kurt - und hoffentlich bleibt noch genügend Kapazität für die GHGO verfügbar.

Ich nutzte die Gelegenheit, meinem Vorstands-Kollegen ein paar Fragen zu stellen und bedanke mich recht herzlich fürs Red und Antwort stehen!


Kurt MuengerHerzliche Gratulation zu deiner Wahl in dieses Amt. Was war für dich ausschlaggebend, dass du dieser Wahl zugestimmt hast?

Besten Dank. Meine Vorgängerin in diesem Amt hat mich im Nachgang zum 68. Deutschen Genealogentag 2016 in Bregenz angefragt, ob ich mich als Kandidat zur Verfügung stelle. Ich habe mir zwei Wochen Bedenkzeit genommen, bevor ich zugesagt habe. Grundsätzlich habe ich eine Affinität zu neuen Herausforderungen.

Die «SGFF» suggeriert vom Namen her, dass es eine schweizweite Organisation ist – es ist aber kein Dachverband! Braucht es da Veränderung?

Einen Dachverband allein um des Dachverbandes Willen braucht es nach meinem Dafürhalten nicht. Wir leben heute im Internetzeitalter. Dieses bietet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, welche auf einem Netzwerk basieren. Hier nimmt jede Organisation eine Rolle ein, die ihren Möglichkeiten entspricht. SGFF sieht sich primär in einer Mittlerrolle, welche bei grösseren Projekten zum Tragen kommt. Sie vertritt zudem Interessen dieses Fachgebietes auf nationaler Ebene.

Zu «Bewährtem» soll man Sorge tragen – trotzdem kann man immer besser werden. Die SGFF auch? Wie?

Genau so sehe ich das auch. Ein Weg dazu ist die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse. Eine angemessene Dokumentation ist dort berechtigt, wo das Rad erfahrungsgemäss immer wieder von neuem erfunden wird. Benchmarking ist eine weitere bewährte Möglichkeit, die eigene Organisation zu verbessern. Diese basiert auf einem Erfahrungsaustausch mit Partnerorganisationen.

Gibt es für dich in deinem ersten Präsidialjahr bereits eine Hitliste mit den drei wichtigsten Anliegen für dich als Präsident der SGFF?

Entscheidend ist eine gute Zusammenarbeit im Vorstand. Dies ist das wichtigste Anliegen, das ich momentan nennen möchte, bevor dieser in der neuen Zusammensetzung überhaupt je einmal getagt hat.

 

 

Vor zwei Jahren hatte Pascal Sidler unter dem Titel Revolution im Toggenburg darüber berichtet, wie sich die Situation im Toggenburg zwischen 1795 und 1798 entwickelte. Heute, im zweiten Teil der "Fortsetzungsgeschichte", stellte er die Zeit der Helvetik (1798-1803) vor. Um diese verstehen zu können, wurde die Vorgeschichte nochmals kurz zusammengefasst. Religiöse Fragen waren hier sehr wichtig: das Toggenburg stand zwar unter der Hoheit des Fürstabtes, es gab aber auch rein reformierte sowie gemischt-konfessionelle Gemeinden. Im Rahmen der Protoindustrialisierung (Entwicklung der Heimindustrie, v.a. im Textilbereich) hatten es einige reformierte Familien zu Vermögen gebracht, ohne jedoch zu politischem Einfluss zu gelangen.