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Geneal-Forum

Ist es schwierig einen Blog über einen Anlass zu schreiben, an dem man nicht teilgenommen hat? Nein, überhaupt nicht, wenn man den Protokoll-Entwurf erhält und dann wiedergeben kann, was man daraus wahrnimmt. Das muss nicht zwingend die Wahrheit sein -

Der Kaltbrunner Zeichner Ferdinand Arnold Brader (1833-1901) verdiente sich nach seiner Auswanderung in die USA (um 1873) bis 1895 seinen Lebensunterhalt indem er in den Staaten Ohio und Pennsylvania von Farm zu Farm zog und für Kost und Logie sowie ein kleines Entgelt die Farmen aus der Vogelperspektive zeichnete. Da er diese Zeichnungen numerierte, ist bekannt, dass er etwa 1'000 von ihnen anfertigte: 225 davon sind heute noch bekannt und ein Grossteil wurde in einer Ausstellung in Ohio der Öffentlichkeit vorgestellt. Für diese Ausstellung wurde seinerzeit der Familiengeschichte der Brader von Kaltbrunn nachgegangen und diese auch bei der GHGO vorgestellt. Nun kann eine der Originalzeichnungen im Staatsarchiv St.Gallen betrachtet werden: David Stuckey (Bildmitte) hat sie von Zug nach St.Gallen gebracht; Benno Hägeli (rechts) und Wolf Seelentag (links)

Brader Originalzeichnung wurde nach StGallen gebracht

haben dazu eine Vitrinenausstellung

Mit dem Besuch dieser Ausstellung in der Stiftsbibliothek St. Gallen am 29. Oktober 2016 hat die GHGO ihr Jahresprogramm 2016/2017 gestartet. Ausnahmsweise als «geschlossene Gesellschaft» für Mitglieder - ganz einfach, weil die Gruppengrösse für die Führungen limitiert war.

Stiftsbibliothek StGallen Barockraum

Gestartet wurde der Anlass mit einem Rundgang durch die Stiftsbibliothek. Carmen Baggio faszinierte dabei die Teilnehmerschar einerseits mit den Ausstellungsstücken, auf die sie einging; andererseits aber ebenso mit ihrem fundierten Wissen darüber. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei. Da wäre ja noch so Vieles an interessanten Ausstellungsstücken und dazugehörenden Geschichten gewesen ... und die Teilnehmer hätten ja die Stunde der Umstellung auf Winterzeit zusätzlich investieren können!

Vom 30. September bis 2. Oktober 2016 fand in Bregenz der wohl wichtigste Anlass der deutschsprachigen Genealogen statt. Die Werkstattbühne des Festspielhauses berherbergte den Veranstalter, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V. (DAGV). Organisator des Anlasses war die Interessengemeinschaft Ahnenforscher Ländle, der Landesverein für Familienforschung in Vorarlberg. Ein attraktives Angebot an Ausstellern und ihren Produkten wie auch an Vorträgen luden Genealoginnen und Genealogen sowie Interessierte ein, dem Motto "Am See forschen - den See erleben" und der Einladung zu folgen, was dann auch einige hundert Besucher machten.

Der "Tag der offenen Tür" zur Familienforschung im Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen und mit Mitarbeiter(inne)n von dort war lange vorbereitet worden. Ziel war es, an Familienforschung interessierten Besucherinnen und Besuchern die im Stadtarchiv zur Verfügung stehenden Quellen näher zu bringen. Die alten Familien der Stadt St.Gallen standen dabei im Vordergrund: die gedruckten Bürgerbücher (1829-2000) lagen im Ausstellungssaal der Vadiana (in der Notkerstrasse) auf, die handgeschriebenen Bürgerregister im ehemaligen Lesesaal - dort konnten also Familien teilweise bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden.

Stadtarchiv Vadiana 1

Büchner, Lenin, Maggi, Muralt, Orelli, Pestalozzi und Wagner:
Die ersten dieses Namens kamen nicht der Schönheit Zürichs wegen. Sie waren Verfolgte, die ihre Heimat verlassen mussten.

Gelegentlich öffnen Staatsarchive ihre Kellertüren und gewähren interessierten Besuchern Einblick in auserlesene Schätze. Im vierten Kellergeschoss präsentierte uns Dr. Karin Huser, Zürich, am 7. Juni 2016 ausgewählte Dokumente aus den letzten fünf Jahrhunderten zum Themenkreis "Flüchtlinge und Zürich".

Giuseppe Mazzini

Giuseppe Mazzini
(*22.06.1805, +10.03.1872)
italienischer Freiheitskämpfer
Asylgesuch abgewiesen

Es kam nicht von ungefähr, dass der Frühlingsausflug 2016 nach Altstätten führte. Nachdem die GHGO zusammen mit der Museumsgesellschaft Altstätten im November/Dezember 2015 in Altstätten einen Kurs "Ahnenforschung. Eine Einführung" mit einer ganz tollen Beteiligung durchführte, waren die Kontakte recht eng und die Idee rasch geboren. Was uns aber erwartete, das konnte nur erahnt und in der Folge erlebt werden.

museum schloss prestegg rundgang

Der Vortrag von Benno Hägeli (Historiker, Luzern) war ein ganz lebendiges Erlebnis was den Unterschied zwischen einer reinen Erforschung von Vorfahren und der Familiengeschichtsforschung ausmacht! Der Referent berichtete über Erinnerungen seines Grossvaters Johann Meier an den Grenzwachtdienst 1939-1945.

Benno Haegeli mit Familiengeschichten

Was haben Medaillen mit Wappen zu tun - wo treffen Heraldik und Numismatik zusammen? Ganz sicher beim geballten Wissen von Ueli Friedländer, Zürich. Er ist fachlich-wissenschaftlicher Leiter der Wappenkommission der Zünfte Zürichs und ab diesem Jahr auch Vorstandsmitglied der Schweizerischen Numismatischen Gesellschaft. Und er präsentierte am Vortragsanlass der GHGO geballtes Wissen zum Thema "Schweizerische Bürgerwappen auf Medaillen".

© St. Galler Tagblatt - freundlicherweise zur Verfügung gestellt!

Ein über 300 Jahre altes Namenregister der Stadt St. Gallen ist 2015 in Fribourg aufgetaucht. Unter Mitwirkung der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz ist der wertvolle Band nun nach St. Gallen zurückgekehrt.

Es war nicht wie beim Kulturgüterstreit zwischen Zürich und St. Gallen, als ein historischer Globus vor rund zehn Jahren alte Wunden aufriss: Die Fribourger wollten das kleine Büchlein, in dem fein säuberlich und von Hand alle Taufen in der Stadt St. Gallen von 1640 bis 1738 erfasst sind, gar nicht behalten. Das Register, das bei Ordnungsarbeiten im Archiv des Fribourger Instituts für Heraldik und Genealogie aufgefallen war, sollte zurück in die Ostschweiz.

Dank Vermittlung der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) fand man einen dankbaren Abnehmer für das einzigartige Dokument: das Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St. Gallen. Nach rund drei Jahrhunderten ist das Buch noch immer in einem sehr guten Zustand. Einzig der Deckel ist eingerissen, und einzelne Seiten sind etwas abgenutzt – wohl durch blätternde neugierige Nachfahren.

Normalerweise verfolge ich die Vortragsanlässe der GHGO sehr aktiv, mache mir Notizen, recherchiere zusätzlich im Internet und schreibe dann nach dem Anlass einen Blog-Beitrag.

Nach dem heutigen Vortrag von Hans Fässler (St. Gallen)

HansFaessler Vorbereitung

war ich motiviert von meinem Standard-Pfad abzuweichen!

Für die GHGO begann es mit einer Mitteilung über unser Kontaktformular - aber die komplette Geschichte begann natürlich viel früher, wann genau lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Irgendwann einmal fand ein Namensregister zu St.Galler Taufbüchern den Weg nach Fribourg und landete schliesslich im Archiv des "Institut fribourgeois d'héraldique et de généalogie (IFHG)". Bei Ordnungsarbeiten 2015 fiel es auf - und Präsident Pierre Zwick und die Vorstandsmitglieder waren sich einig, dass dieses Register in St.Gallen besser aufgehoben sei als in Fribourg. An wen wendet man sich da? Die Partnergesellschaft GHGO schien eine gute Anlaufstelle für die Frage, wer in St.Gallen an dem Buch interessiert sein könnte. Natürlich war das Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde unser erster Gedanke - und dort war man auch hoch erfreut über die Aussicht, ein St.Galler Kulturgut zurück zu bekommen. Am 9. Februar 2016 war es dann soweit: Heribert Bielmann kam im Stadtarchiv vorbei, um das gute Stück persönlich zu übergeben.

Taufbuch Namensregister 1640 1738 Einband

In diesen Tagen wurde von der Universität St. Gallen der Katalog "Frühjahrssemester 2016 Öffentliche Vorlesungen" (Link: Katalog als PDF) versandt. Gleichzeitig erfolgte eine Ankündigung in der Presse.

Hier picken wir zwei auch aus der Sicht der GHGO interessante Vorlesungsreihen heraus. Wir empfehlen aber das ganze Programm zu studieren und sich herauszupicken, was interessiert! Die Hörerkarte für das Frühjahrssemester 2016 kostet 20.00 CHF. Ein bescheidener Beitrag für das tolle Angebot!

"Zu wenig assimiliert!" - Von Zuwanderung und Bürgerrecht in Stadt und Kanton St. Gallen im 19. und 20. Jahrhundert
Prof. Dr. phil. Max Lemmenmeier, Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
23. Februar 2016 / 1. März 2016 / 8. März 2016
Dienstag, 18:15-19:45 Uhr, Raum HSG 09-110

Bauten im Namen Gottes und zum Wohl der Menschen. Die Bauten der Stadt St. Gallen und ihrer Umgebung im Spiegel der Reformation
Martin Schregenberger, Architekt und Denkmalpfleger, St. Gallen
29. Februar 2016: Christus bis Vadian: Grundlagen zum Verständnis der christlichen Architektur
7. März 2016: Von der Metzg bis St. Laurenzen: Kirchliche Bauten während der Reformation
14. März 2016: Reformierte Stadtrepublik nach der Rückkehr der Mönche bis zur Französischen Revolution
4. April 2016: Untergang von Stadtrepublik und Klosterstaat, Niederlassungsfreiheit und Toleranz
11. April 2016: Stickereizeit: Erste reformierte Kirchen-Neubauten in der Stadt, neue Friedhöfe
18. April 2016: Reformierte Diaspora in den Vororten, letzte Kirchen nach dem Zweiten Weltkrieg
Montag, 18:15-19:45 Uhr, Raum HSG 01-014

Broschüre Öffentliche Vorlesungen Frühjahr 2016 bei HSG Publishing bestellen!

Ich war an der Vernissage zur Ausstellung "Die von Gurs", die vom 26. Januar 2016 bis 10. April 2016 im Museum im Lagerhaus in St. Gallen zu besichtigen ist.

In der Ausstellung fand ich ein Buch, welches über unerschrockene Schweizer Krankenschwestern berichtete, die in diesen Internierungs-Lagern freiwillig gearbeitet haben. Im Buch "Vergessene Frauen" (Schwabe Verlag)

 160127 Vergessene Frauen

Der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich stellt ein Lernprogramm Datenschutz im Web zur Verfügung.

Vielleicht eine Gelegenheit den eigenen Wissensstand zu prüfen und à jour zu bringen?

Lösung gesehen bei: Zentralschweizerische Gesellschaft für Familienforschung

Manch einer unter uns Ahnenforschern hat sich sicherlich schon gefragt, wo kann ich bildlich nach meinen Vorfahren sehen. Gibt es so etwas schon?

Beim Stöbern stiess ich auf eine Website unserer Kolleginnen und Kollegen aus der Zentralschweiz. Diese betreiben heute ein Portraitarchiv mit mehr als 10'000 Personenbildern. Dabei wird nicht nur das Bild des Gesuchten gezeigt sondern auch seine Lebensdaetn und auch Bilder und Lebensdaten seiner Eltern und Geschwister. Dieses Portraitarchiv wird ebenfalls durch die Staatsarchive Luzern und Nidwalden sowie das Museum Burg in Zug unterstützt. Ganz interessant auch der Hinweis, dass die Sammlung zwar von der Zentralschweiz aus lanciert wurde - es vom Projekt her jedoch keine Regionen- oder Landesgrenzen gibt!

Für einmal trafen sich Mitglieder der GHGO und Gäste nicht am üblichen Ort (Aula St.Galler Tagblatt), sondern am "Ort des Geschehens" (Schloss Wartegg) zu einem Referat: Otmar Elsener berichtete über "Das Schloss Wartegg und seine Menschen. Episoden aus sechs Jahrhunderten.". Die meisten der 28 angemeldeten GHGO-Mitglieder trafen sich schon vorher zu einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant. Die Überraschung gab es dann erst im Vortragsraum: für die letztendlich 50 Zuhörer mussten laufend zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden. Wirklich eng wurde es aber bei der Führung, für die maximal 30 Personen vorgesehen waren. Ein kleiner Artikel im Regionalteil des St.Galler Tagblatts zeigte grosse Wirkung.

Das Zeitkontingent, das für dieses Thema nach der Hauptversammlung der GHGO zur Verfügung stand und genutzt wurde, spricht für sich. Die Umfrage, wer grundsätzlich der Meinung sei, dass die erforschten Personendaten in eine entsprechende Online-Datenbank hochgeladen werden sollten, führte fast zu Begeisterungsausbrüchen meinerseits. Der Auftrag ist sicherlich klar – die Mitglieder der GHGO (und vielleicht noch weitere Populationen von Familiengeschichtsforschern) benötigen Unterstützung bei der Regelung des genealogischen Nachlasses.

Bei 26 anwesenden Mitgliedern und 1 Gast führte Markus Frick wie bereits gewohnt, äusserst speditiv durch die Versammlung. Da wurden die statutarischen Geschäfte erledigt, Wahlen durchgeführt, Informationen geteilt.

Im Telegrammstil würde das Ganze etwas wie folgt ausschauen:

Ein Thema, das wohl in jeder Familiengeschichtsforschung mindestens einmal vorkommt, ist die Frage nach der Herkunft des Familiennamens. Und das Thema ist schon sehr spannend, vor allem, wenn man es hochkarätig präsentiert erhält!

Da wird dann schon klar, dass der Familiennamen nicht unbedingt etwas Fixes ist sondern schon eine gewisse Varianz über die Zeit haben kann. Und dann wurde das eine Mal «Riedener» und das andere Mal «Riederer» geschrieben. Im Familienregister fand ich sogar überschriebene Eintragungen!